Endlich Photos

Die Enthuellung des Bauschildes. "...was an honour."

Da ich ja jetzt gerade in einem klimatisierten Internetcafe fuer sage und schreibe 6 Rappen die Stunde sitze, kann ich endlich ein paar mehr Photos hochladen. Vielleicht schaff ich ja auchGelber Tiger auf rotem Grund sollte allen was sagen, die schon mal was von den Tamil Tigers gehoert haben. noch, das Layout ein bisschen zu verbessern gegenueber dem letzten Versuch.

Also zurueck an den Anfang. Nach einem kurzen Besuch in einem Kinderheim durfte ich ja bei der Grundsteinlegung unseres neuen Dorfes anwesend sein. In dem Bild sieht man, wie gerade die "Nationalflagge" gehisst wird – Gelber Tiger auf rotem Grund zeigt, dass wir im LTTE kontrollierten Gebiet sind.Der erste Grundstein den ich gelegt habe. Nach dem fuenften wusste ich dann auch wie die Ceremony ablief und v.a. wo die "richtige" Kamera war.

Hier sieht man den Aushub fuer das erste Haus. Die Haeuser haben alle etwas 500sqarefeet, das ist nicht gross, reicht aber fuer zwei Zimmer, eine Eingangshalle und eine Kueche. Nach Hinuistischer Tradition kommen in den Garten noch die Toilette und jedes Haus hat einen eigenen Brunnen. Das ist nicht wirklich sehr schweirig oder teuer. Die Haeuser sind nicht weit vom Meer weg – ca. 500m – und die Brunnen sind nicht sehr tief, aber salzwasserfrei. Ich lege hier gerade den ersten Grundstein in einer Ceremonie. jeder der sogenannten Ehrengaeste legt einen Grundstein in das Fundament. Unter den ersten Stein kommen sieben traditionelle Beigaben. Ich weiss nicht alle, aber es ist immer ein bisschen Geld oder Schmuck, Bananen, Kokos und einige Kraeuter. Nach fuenf Hauesern wusste ich dann auch wie das geht ;-) Die Hauptstrasse, an der das Dorf liegt. Ist im uebrigen die groesste Strasse an der Ostkueste. Durch die staendigen "Besitzerwechsel" aber nur auf kurzen Strecken wirklich zu benutzen.

Die Hauptstrasse an der Ostkueste ist immer noch nicht wieder repariert. Erstens machen sich die schweren Laster bemerkbar, die das Baumaterial bringen und zweitens ist die Regierung an der Strasse nicht interessiert, weil sie staendig wechselnd auch in "uncleared areas", also wie hier Rebellenkontrollierte Gebiete geht. Links von der Strasse ist das Meer ca. 150 Meter weg. Rechts werden die Haeuser gebaut. Aber nicht direkt nebeneinander sondern ziemlich weil verteilt. Die Gegend ist ein Traum. Man kann sich die Hotelkomplexe geradezu vorstellen. Ich haette nie gedacht, dass ich in meinem Leben noch mal so schoene Straende sehen werde, die noch absolut unverbeut sind.Die Kehrseite der Medaille ist freilich, dass die Gegend jaemmerlich arm ist und Einer der ersten "Beneficiaries". Das sind die Leute, die von einem Regierungsbeamten ausgesucht wurden, und die ein Haus bekommen.dringend ein bisschen Geld aus dem Tourismus brauchen koennte. Die Menschen hier sind fast alle Fischer. Das ist ein recht eigener Typ Mensch. Eigentlich arm, aber sehr stolz, wuerder wir sie kaum ueberzeugen koennen, beim Bau ihrer Haeuser zu helfen. Fischen ist wie Lotterie spielen – zwar fischt man selten viel und kann meistens nur so gerade davon leben, aber man kann ja auch an einem Tag 3000 Rupies verdienen. Das sind zwar weniger als 40 Franken, aber das ist auch der Monatslohn eines Nachtwaechters in einem Hotel. Der Stolz ist das letzte was diese Menschen nach dem Tsunamie noch haben. Und auch wenn wir sie noch so gern dazu bewegen wuerden, die Haeuser selber wieder aufzubauen mit unserer Hilfe und unserem Material, tun wir wohl gut daran, ihnen nicht auch diesen letzten Besitz zu nehmen. 

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